Ökologie

Wir gestalten Natur & Ressourcen

Die ökologische Nachhaltigkeit ist die zentrale Grundlage unserer Unternehmensstrategie – und damit auch ein Schlüsselelement für einen nachhaltigen Tourismus. Als einziges EMAS-validiertes Seilbahnunternehmen Österreichs verpflichten wir uns freiwillig zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Umweltleistung.
Wir analysieren und steuern sämtliche Umweltauswirkungen – von Natur- und Landschaftsschutz bis hin zu Energieverbrauch, Emissionen, Abwasser, Abfall und technischen Umweltmaßnahmen. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag dazu, Tourismus und Ökologie in Einklang zu bringen.

Energie & Effizienz

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie ist zentral für eine nachhaltige Bergregion. Die Schmittenhöhebahn AG setzt dabei auf eine Kombination aus nachhaltiger Energie, eigener Erzeugung und konsequenter Effizienzsteigerung. Unsere nachhaltige Energieversorgung basiert zu 100 % auf zertifiziertem Ökostrom und wird durch ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges Energiemanagement ergänzt.

Wir beziehen 100 % Ökostrom und erweitern unsere Photovoltaik kontinuierlich:
20 PV-Anlagen auf 17 Gebäuden erzeugen Sonnenstrom (ca. 625 kWp, 3.700 m² Modulfläche). Moderne Gebäudestandards wie das Niedrigenergiehaus der Verwaltung und das klimaaktiv GOLD angestrebte Mitarbeiterhaus reduzieren den Verbrauch zusätzlich.

Durch Wärmerückgewinnung sparen wir jährlich rund 150.000 kWh – Tendenz steigend, da weitere Maßnahmen bereits umgesetzt wurden und zusätzliche Optimierungen möglich sind. Wärmepumpen tragen weitere 34.000 kWh bei. Optimierte Beschneiungssysteme und der Austausch älterer Schneilanzen führen zu einer Einsparung von 148.500 kWh pro Jahr, wobei durch regelmäßige Wartung und laufende technische Anpassungen auch in Zukunft weiteres Einsparpotenzial erschlossen wird.

Kurz zusammengefasst:

  • 100 % Ökostrom
  • Photovoltaik-Ausbau als Dauerziel
  • Wärme- & Energieeinsparungen durch moderne Technik
  • Effiziente Beschneiung & Pumpensysteme – mit weiterem Einsparpotenzial durch technische Optimierung

Pistenmanagement

Pistenflächen bieten nicht nur sportliche Erlebnisse, sondern auch wertvolle Lebensräume. Unser Management verbindet hohe Pistenqualität mit ökologischer Verantwortung.

Eine Biodiversitätsstudie bestätigte, dass extensiv gepflegte Pisten Lebensraum für 70 Blüten- & Farnpflanzen und 34 Wildbienenarten bieten. Durch ein angepasstes Sommerbewirtschaftungskonzept – Beweidung, späte Mahd, kein Dünger – wird diese Vielfalt aktiv gefördert.

Für den Winter setzen wir auf Präzision: Moderne GPS-Schneehöhenmessung, Flottenmanagement und Fahrertrainings sorgen für effiziente Präparierung. In unseren Pistengeräten kommt ausschließlich biologisch abbaubares Hydrauliköl zum Einsatz. Schnee wird ausschließlich aus Wasser und Luft erzeugt und vollständig in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.

Schwerpunkte:

  • Biodiversität fördern
  • Präzise, energiesparende Präparierung
  • Schonende Schneeerzeugung nach Reinheitsgebot

Mobilität & Fuhrpark

Nachhaltige Mobilität und ökologisches Reisen sind ein zentraler Beitrag zur Entlastung der Region. Unser nachhaltiges Mobilitätskonzept bietet Gästen attraktive Alternativen zum Individualverkehr – darunter die komfortable Anreise mit Bahn, Bus und dem kostenlosen Skibus. Ein wichtiger Baustein ist zudem das Guest Mobility Ticket, das im Sommer die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Pinzgau ermöglicht und im Winter über den Skipass das Skibusnetz sowie die Pinzgauer Regionalbahn einschließt.

An den Talstationen stehen 16 E-Ladestationen zur Verfügung – eine echte Ladestation-Zell-am-See-Infrastruktur, die klimafreundliche Anreisen unterstützt und E-Mobilität erleichtert. Gleichzeitig modernisieren wir unseren Fuhrpark: Hybrid-Pistengeräte, ein Elektro-Skidoo sowie der Einsatz alternativer Treibstoffe reduzieren Emissionen nachhaltig. Ergänzt wird der Fuhrpark zudem durch sechs E-PKW, die im täglichen Betrieb emissionsarm unterwegs sind.

Ab 2026 wird zudem eine besonders umweltfreundliche Schifffahrt am Zeller See möglich sein – durch ein vollelektrisches Motorschiff, das ein weiteres wichtiges Element unseres zukunftsorientierten Mobilitätsansatzes darstellt.

Wasser & Trinkwasser

Wasser ist einer der wertvollsten Rohstoffe unserer Region – besonders im Winterbetrieb. Daher verfolgen wir ein nachhaltiges Wassermanagement, das lokale Ressourcen schützt und verantwortungsvoll einsetzt.

Neun eigene Quellen sichern die Trinkwasserversorgung aller Betriebe am Berg. Das frische Quellwasser wird regelmäßig geprüft und auch für das gastronomische Angebot verwendet. Für die Beschneiung nutzen wir ausschließlich Wasser aus regionalen Gewässern, das nach der Nutzung vollständig in den Wasserkreislauf zurückkehrt. Ein eigenes Kanalsystem am Berg leitet Abwässer sicher in das öffentliche Netz von Zell am See ein.

CO2-Bilanzierung

Transparenz und Verantwortung

Unsere Treibhausgasbilanz wird nach dem internationalen Greenhouse Gas Protocol (GHG) erstellt und schafft Transparenz über direkte und indirekte Emissionen. Während Scope 1 vor allem Treibstoff in der Pistenpräparierung umfasst, liegen die Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) dank 100 % Ökostrom bei 0,0 t CO₂e. Scope 3 umfasst Themen wie Anreise der Gäste und die Lieferketten.

Nachhaltiger Einkauf

in allen Bereichen

Auch im Einkauf legen wir großen Wert auf umweltbewusstes Handeln. Alle Bereiche – von der Technik über die nachhaltigern Gastronomie bis zur Reinigung – orientieren sich an klaren ökologischen Kriterien.

Dazu gehören unter anderem:

  • der Einsatz biologisch abbaubarer Hydrauliköle in Pistengeräten
  • der Umstieg auf fluorfreie Löschmittel
  • ein Reinigungsmittel-Konzept, bei dem mindestens 75 % der Produkte ein Umweltzeichen (EU Ecolabel oder Österreichisches Umweltzeichen) tragen
  • bevorzugte Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten
  • Reduktion von Verpackungen und Transportwegen durch Großgebinde und Mehrwegsysteme

Durch diese Maßnahmen stellen wir sicher, dass Nachhaltigkeit nicht nur in unserer Gastronomie, sondern in allen Beschaffungsprozessen fest verankert ist.

Recycling & Kreislaufwirtschaft

intensives Abfallmanagement

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil unserer ökologischen Verantwortung – besonders im Hinblick auf die ökologischen Auswirkungen des Tourismus. Ziel ist es, Materialien möglichst lange im Umlauf zu halten, Ressourcen effizient zu nutzen und ein ganzheitliches, nachhaltiges Abfallmanagement umzusetzen.
Wir setzen dabei auf moderne Systeme und klar strukturierte Prozesse, die ein hochwertiges Recycling ermöglichen und unser umfassendes Abfallmanagement unterstützen:

Ressourcen im Kreislauf halten:

  • Sortenreine Erfassung durch Müllpressen mit Wiegeschleusen
  • Solarbetriebene Sammelbehälter mit Füllstandssensoren am Berg
  • Strukturierte Trennsysteme in allen gastronomischen Bereichen als Teil unseres Abfallwirtschaftskonzepts Gastronomie
  • Regelmäßige Pisten- und Trassenbegehungen nach der Schneeschmelze zur Sammlung und Rückführung von Materialien

Kreislaufwirtschaft in der Praxis:

  • Upcycling von Werbeplanen zu Taschen, Etuis und weiteren Gebrauchsartikeln
  • Areitbahn I wurde nach 29 Jahren komplett zerlegt, exportiert und in Kolumbien wieder aufgebaut
  • Fokus auf langlebige Materialien und Wiederverwertung in allen Bereichen

Durch diese Maßnahmen fördern wir ein nachhaltiges Abfallmanagement, das Ressourcen schont, Recyclingquoten erhöht und den Materialkreislauf dauerhaft schließt – ein wichtiger Beitrag zur Minimierung der ökologischen Auswirkungen des Tourismus auf der Schmittenhöhe.